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»FLEISSIG WIE DIE WILKE-BIENEN«

natürlich HAMM Sommer 2022 – Seite 22

Rubrik: Aus Praxis & Region

Autor:
Lukas Rummeny

SOMMERZEIT IST SAMMELZEIT FÜR DIE BIENENVÖLKER

Wenn der Winter schwindet und die ersten warmen Sommerstrahlen die Pflanzen wieder allmählich zum Sprießen bringen, kommt auch bei den Bienenvölkern wieder Leben auf. Im Sommer, wenn besonders viele Pollen zur Verfügung stehen, ist das Treiben in den Bienenstöcken am größten.

Aber bevor es losgeht, mussten die Bienenvölker kontrolliert werden. Viele Imker in der Umgebung haben dadurch entdeckt, dass die Varroamilbe in ihren Stöcken gewütet hat. Auch in den Bienenvölkern der Wilke Mediengruppe hat der Parasit einige Bienenleben vorzeitig beendet.

Aber die Zeit lief bereits. So musste kurzerhand Ersatz für die verstorbenen Bienen besorgt werden, damit die Völker die ersten Blüten des Jahres nutzen konnten. Bis in den Oktober werden die Wilke-Bienen Pollen suchen und in den Waben verarbeiten.

Der Wilke-Honig 2022 kann also in Angriff genommen werden. Wenn genug Nektar in den Bienenstöcken zu finden ist, steht auch bald das Schleudern an und wir können uns auf den ersten Honig des Jahres freuen.

Anflug auf die Blüten – was blüht wann?

Wir Menschen verbinden verschiedene Zeiten im Jahr mit unterschiedlichen Dingen. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Speisekarte: Von April bis Juni essen wir Spargel, von Mai bis weit in den August naschen wir Erdbeeren. Allergiker kennen darüber hinaus auch den Pollenkalender, der besagt, wann welche Pollenart in der Luft besonders präsent ist. Wir Menschen sind mit solchen Unterteilungen des Jahres nicht allein. Bienen haben auch einen „Kalender“, der ihnen sagt, in welchem Zeitraum welche Pflanzen für den Nektar zur Verfügung stehen. Welche Pflanze wann von den Bienen für die „Tracht“ angeflogen wird, erfahren die Imker über den Blühkalender. Wie ein Blühkalender aussehen kann, haben wir Ihnen in der folgenden Übersicht zusammengestellt. Aufgrund der floralen Vielfalt dient die Tabelle nur zu einem groben Überblick. Für genauere Informationen fragen Sie bitte einen Imker oder schauen Sie auf den einschlägigen Internetseiten nach. Zudem noch ein kleiner Hinweis unseres Imkers an alle Allergiker: Wer Honig aus heimischen Pollenarten verzehrt, der stärkt seine Immunisierung gegen ebendiese. Der Effekt ist dabei derselbe wie bei jeder Impfung: Eine geringe Menge inaktiver Erreger sorgt dafür, dass sich der Organismus die Strukturen der Pollen merken und somit besser gegen den nächsten „Anflug“ wehren kann.