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»Einfach summen…«

natürlich HAMM Herbst 2021 – Seite 26 – Lesezeit: ca. 1,5 Minuten

Rubrik: Aus Praxis & Region

Autorin: Meike Jänsch

Bienenvölker bei Wilke befinden sich in der Überwinterungsphase

Die kalte Jahreszeit ist für die Tiere eine sehr intensive Zeit. Wer im Frühjahr wieder kraftvoll durch Feld, Wald, Lüfte und Wasser ziehen möchte, muss gut überwintern. Das verlangt eine Menge Vorbereitung, auch für die sechs Bienenvölker von Wilke. Sie brauchen viel Kraft, um gesund durch Herbst und Winter zu kommen. Deswegen hat Imker Michael Zwilling die Bienen noch einmal gut gefüttert und prophylaktisch gegen die Varroamilbe behandelt. Diese sorgt in den kalten Monaten für ein massives Bienensterben in Deutschland. Eine regelmäßige Kontrolle und die eine Varroabehandlung erschweren es der Milbe, ein Bienenvolk zu befallen.

Sinken die Temperaturen auf unter zehn Grad, bleiben die Bienen im Stock. Nur noch ver­einzelt begibt sich eine Biene auf Erkundungsflug. Ab September legt die Königin die Eier, aus denen die Winterbienen schlüpfen. Diese bilden im Stock die Bienentraube. Dort stehen die Bienen eng zusammen und wärmen und füttern die Königin, die in der Mitte der Traube sitzt. Dort herrschen Temperaturen von über 30 Grad, während es an den Rändern ­kühler ist.

Die Winterruhe (nicht Winterschlaf) dauert so lange, bis die Temperaturen ein Brüten und Ausfliegen wieder zulassen. Der Imker öffnet den Stock erst wieder, wenn die Reinigungsflüge erledigt sind. Dann blüht auch wieder die Haselnuss und die Arbeit für den Wilke-Honig 2022 kann beginnen.