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Nie wieder ratlos im Wald

Welche Apps uns den Wald erklären

Wenn die Temperaturen steigen, lockt es nicht nur uns Menschen wieder ins Freie. Die Natur erwacht wieder. Das ist besonders auf einem Waldspaziergang zu erkennen. Was blüht aber eigentlich am Weg, wenn wir den Wald besuchen und welche Vögel zwitschern wieder? Das können uns Apps erklären, mithilfe derer wir zum Waldexperten werden.

Vor einigen Generationen gehörte es noch zur Schulbildung zu wissen, was alles im Wald zu hören und zu sehen ist. Heute erlernen die Schüler den Umgang in der digitalen Welt, weit weg von frischer Waldluft. Auch wenn diese beiden Bereiche zunächst wenig miteinander zu tun zu haben scheinen, gibt es doch Verbindungen. So braucht es nicht mehr den unhandlichen Waldführer, um Pflanzen oder Vogelstimmen zu benennen, sondern das Smartphone. Wir haben eine kleine Auswahl von digitalen Waldbegleitern für Sie vorbereitet.

Im Wald

Ganz klassisch wirkt die App Waldfibel. Betrieben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, basieren die Informationen der App auf einer Broschüre, die das Ministerium herausgibt und mit der sie über das Ökosystem Wald informiert.

So gesehen soll die App einerseits die Begeisterung für das Thema Wald vermitteln und die User dazu bewegen, sich wieder in den Wald zu begeben, andererseits steht die Vermittlung von Informationen im Fokus. Als Waldbegleiter lohnt sich die App zum Erkennen von Tieren und Pflanzen. Eine Besonderheit ist die Baummessung vor Ort. Interessant bei dieser Funktion ist, dass die App dafür keinen Zugriff auf den Bilderspeicher des Smartphones benötigt. Das schont nicht nur den Speicher, sondern zeichnet die App auch datenschutztechnisch aus. Somit können ein paar Sorgen vorab vermieden werden.

Das Informieren funktioniert in der Waldfibel auf zwei Ebenen. Einmal die klassische Variante, mit informativen Texten und detailreichen Bildern. Dann gibt es einen interaktiven Teil, wie etwa das Wald-Quiz und das Baum-Spiel, indem das Wissen abgefragt und auf einer spielerischen Ebene vermittelt wird.

Wer regelmäßig durch den Wald spaziert, unternimmt viel für die eigene physische und psychische Gesundheit. Daher wird der entspannte Spaziergang durch den Forst auch als „Waldbaden“ bezeichnet. Aber trotz jeder Entspannung, fragt man sich doch, was für Bäume genau am Wegesrand zu sehen sind. Eine kostenfreie App, die bei der Baumbestimmung hilft, ist der Forest Tree Identificator. Anhand von Merkmalen, wie den Blättern oder der Rinde, wird dem User eine Auswahl von möglichen Bäumen gezeigt. Je mehr Merkmale angegeben werden, desto präziser ist die Auswahl. Aber auch die Frage nach den Merkmalen selbst ist sehr detailliert. Nach Blatt- und Nadelformen wird ebenso gefragt, wie nach Früchten und Nüssen.

Da die App über Bäume aus der ganzen Welt informiert, ist die Baumkartei sehr groß. Verwechslungen sind dabei nicht ausgeschlossen. So kann es leicht passieren, dass der User in Mitteleuropa, nach Eingabe aller Details, versehentlich einen Baum auswählt, der eigentlich in Mexiko steht. Ein weiteres Hindernis kann die Sprache bilden. Die App ist ausschließlich auf Englisch, was bei dem Fachvokabular zu Schwierigkeiten führen kann.

Auf Vogelsuche

Zur Geräuschkulisse des Waldes gehört auch Vogelgezwitscher. Wie bei den Bäumen stellt sich allerdings auch hier die Frage: Wer singt da eigentlich? Auch dafür gibt es Apps wie BirdNET. Wer genau wissen möchte, wer im Wald singt, pfeift, kräht oder krächzt, aktiviert die App und nimmt die Stimme auf. Nach wenigen Momenten erhält man dann Namen, Bilder und Infos über den Sänger.

Informationen über 307 Vogelarten hält die App Vogelwelt parat. Kreiert vom Naturschutzbund BUND, funktioniert die App auf dieselbe Weise. Neben den Standardinformationen, Fotos und Videos erfährt der Nutzer auch etwas zum Verhalten, zum Vorkommen und dem Gesang des Vogels. Wer bei der Anzahl von Vogelarten Sorge hat, den Überblick zu verlieren, der kann die Funktionen auf die 100 geläufigsten Vogelarten reduzieren. Die Stimmerkennung setzt bei beiden Apps voraus, dass sie Zugriff auf das Mikrofon des Smartphones erhalten.

Wer in den Wald geht, der kann sehr viel entdecken. Damit man auch weiß was besonders im Frühling, blüht, zwitschert, fliegt und zu sehen ist, gibt es digitale Helfer, die leicht zu bedienen sind und schnell viele Informationen über Pflanzen und Tiere bereithalten. Alle Apps, die hier vorgestellt werden, haben eine Sache gemeinsam: Sie wollen den Menschen wieder den Wald nahebringen.

Mathias Wieland

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