Persönlich Mitglieder werben

Persönlich Mitglieder werben – auch mit digitaler Unterstützung möglich

Neue Mitglieder für Ihren Verband zu gewinnen bedingt einer Vielzahl persönlicher Gespräche und Kontakte. Schließlich muss erst einmal Vertrauen aufgebaut und müssen die Vorteile einer Mitgliedschaft vermittelt werden. Wie Ihre Website dabei unterstützen kann und welche Schritte zur Planung und Optimierung einer erfolgreichen Verbandswebsite nötig sind, erklären wir im folgenden Beitrag.

Die wichtigsten Schritte zur Planung und Optimierung einer erfolgreichen Verbandswebsite

Neben dem Mitglieder-Magazin ist die Website die wichtigste Kommunikations-Plattform eines Verbandes. Quasi die Geschäftsstelle im Netz. Wie sie dabei hilft, persönlich Mitglieder zu werben, erklärt im folgenden Beitrag Martin Florissen, zuständig u. a. für die Onlinekommunikation bei der Wilke Mediengruppe.

Frage: Martin, spielen wir es einmal von Anfang an durch: Was sollte ein Verband, der persönlich Mitglieder werben will, bei seiner Website ganz grundlegend beachten?

Martin Florissen: Unumgänglich ist eine technische Umsetzung nach aktuellen Standards. Das Fluid Design, bei dem sich die Inhalte der Seite flüssig an die Browsergröße anpassen, gilt heute als Standard und garantiert insbesondere den mobilen Nutzern ein perfektes Surferlebnis. Darüber hinaus sollte man viel Zeit in eine gute Gestaltung und eine gute Usability investieren. Hierbei ist es hilfreich, die Sichtweise des Besuchers einzunehmen. Findet er seine Informationen auf Anhieb, auch wenn er die Website zum ersten Mal besucht? Denn nur, wenn sich Nutzer auf Ihrer Website gut zurechtfinden, kommen Sie gerne wieder.

Um neue Mitglieder über die Website zu gewinnen, sollte eine niederschwellige Möglichkeit geschaffen werden, Mitglied werden zu können. Ein digitales Antragsformular, das den aktuellen Datenschutzstandards entspricht, ist Pflicht. Niemand druckt sich ein Antragsformular aus, füllt es händisch aus und sendet es per Briefpost an die Geschäftsstelle. Das digitale Antragsformular muss prominent auf der Startseite und den am meisten besuchten Unterseiten platziert werden. Auf stark frequentierten Seiten darf auch gerne nach dem ersten Scrollen ein Pop-Up-Fenster erscheinen, das den Nutzer auffordert, den Mitgliedsantrag auszufüllen.

Eine weitere sehr gute Möglichkeit, persönlich Mitglieder zu werben, ist die Einrichtung einer speziell auf dieses Ziel ausgerichteten Landingpage. Eine Landingpage unterscheidet sich von anderen Webseiten dadurch, dass sie für eine gezielte Aktion – in diesem Fall das Ausfüllen des Antragsformulars – optimiert wird. Potenzielle Neumitglieder werden über Suchmaschinen, digitale Anzeigen oder analoge QR-Codes auf diese Landingpage geleitet.

Frage: Alles klar, verstanden. Angenommen die Basis steht. Nun sind viele Besucher der Website aber doch eher flüchtig und verweilen nur kurz. Was kann man machen, um aus Besuchern Mitglieder zu machen?

MF: Nun, der Verband muss erst einmal die Vorteile einer Mitgliedschaft definieren. Häufig sind es neben der berufs- und bildungspolitschen Interessenvertretung auch eine kostenfreie Rechtsberatung, Fortbildungsangebote und Arbeitshilfen sowie vergünstigte Versicherungen. Diese Vorteile einer Mitgliedschaft müssen auf der Website deutlich sichtbar werden und sie müssen optisch im Vordergrund stehen.

Einen Schritt weiter geht man, wenn man Fachbeiträge, die in der Praxis häufig nur den Verbandsmitgliedern im internen Bereich zur Verfügung stehen, bis zu einem gewissen Grad frei verfügbar darstellt. Ein Nichtmitglied könnte dann beispielsweise zwei Absätze kostenfrei lesen und würde danach aufgefordert, das Antragsformular auszufüllen.

Überlegen kann man auch, ob man bestimmten Zielgruppen (z.B. Berufseinsteigern) ein besonderes Angebot der Mitgliedschaft macht. Einige Verbände arbeiten etwa mit einer kostenfreien Probemitgliedschaft während der Berufsausbildung. Vielleicht bietet man Berufseinsteigern auch einen Chatroom an, in dem sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Die Möglichkeiten, die eine Website hier bietet, sind hier wirklich vielfältig.

Häufig hat die Mitgliedschaft in einem Verband auch etwas mit Vertrauen zu tun. Nach dem Motto „Mitglieder werben Mitglieder“ könnte der Verband Prämien für den Abschluss eines Mitgliedsantrags ausloben, welcher durch Empfehlung entstanden ist.

Frage: Man weist also am besten immer wieder auf Vorteile hin? Das macht die Konkurrenz aber auch. Wie kann man sich davon abheben?

MF: Dabei hilft eine langfristige Strategie, um Vertrauen aufzubauen. Wem die Fakten zum Abschluss einer Mitgliedschaft nicht ausreichen, dem sollte der Verband die Möglichkeit einräumen, regelmäßig in Kontakt zu bleiben. Dies kann über einen kostenfreien Newsletter geschehen oder über Kontaktformulare, über die man seine Fragen und Wünsche mitteilen kann. Oder über eine aktive Kommunikation in den sozialen Medien. Dabei geht es um Vertrauensaufbau. Und natürlich darf auch auf diesen Kommunikationswegen der Link zum Antragsformular nicht fehlen 😉

Frage: Stichwort Soziale Medien. Sie sind ein Weg, um Besucher auf die Website zu ziehen. Was empfiehlst du darüber hinaus?

MF: Wer den Verband noch nicht kennt, wird in der Regel über Suchmaschinen und die dort eingegebenen Suchbegriffe auf die Website aufmerksam. Ziel des Verbandes muss also sein, bei den Suchmaschinen unter den TOP 10 der jeweiligen Suchbegriffe zu landen. Das bedeutet aber auch, dass man wissen muss, welche Suchbegriffe potenzielle Neumitglieder bei ihrer Suche verwenden. Hier hilft eine professionelle Keyword-Analyse und Suchmaschinenoptimierung weiter.

Hat man nach der Analyse die richtigen Suchbegriffe erkannt und eingebaut, man landet aber trotzdem nicht unter den TOP 10, bietet sich die Möglichkeit, kostenpflichtige Anzeigen zu schalten. Damit erkauft man sich quasi eine gute Platzierung und steigert die Zugriffe auf die eigene Website.

Eine weitere Möglichkeit der Besuchersteigerung ist die konsequente Verlinkung auf die Website oder bestimmte Landingpages. Social-Media-Postings oder Newsletter-Beiträge verweisen in der Regel standardmäßig auf die Website. Aber auch Beiträge in gedruckten Mitgliederzeitschriften, Magazinen oder Broschüren können per QR-Code auf die Website verlinken. Hierbei kommt dem Fluid Design eine besondere Bedeutung zu, da QR-Codes fast immer mit dem Smartphone gescannt werden. All dies hilft dem Verband dabei, persönlich Mitglieder zu werben.

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